Die Zukunft des Reisens: Fiktion oder Realität

In den letzten Jahrzehnten durchliefen zahlreiche Bereiche unseres Lebens signifikante Veränderungen. Vieles ist in erster Linie der Weiterentwicklung der digitalen Datenübertragung geschuldet. Wir sind dazu in der Lage, binnen kürzester Zeit Kontakte in aller Welt zu knüpfen. Fotos erreichen in Sekundenschnelle weit entfernte Kontinente. Was ursprünglich utopisch erschien, ist inzwischen Realität. Im Gegensatz dazu blieb vieles beim Alten. Dazu gehört das Reisen.

Zum Mond und zurück

Frau mit VR Brille vor einem Himmel mit Wolken

An der Beliebtheit des Reisens ändert sich auch in Zukunft vermutlich wenig, denn es gibt kaum eine spannendere Art, um den Horizont zu erweitern und dem tristen Alltag zu entfliehen. Nach wie vor sind Rundreisen mit dem Wohnmobil der Inbegriff von Freiheit. Mit dem Flugzeug erreichen wir innerhalb weniger Stunden weit entfernte Städte auf nahezu allen Kontinenten. Dabei legen die Menschen immer weitere Entfernungen zurück. In den 1960er Jahren gab man sich mit einer Reise ins sonnige Italien zufrieden, heute zieht es viele nach Bali, Sri Lanka, auf die Malediven oder nach Australien. Die Ansprüche steigen und das Reisen nimmt einen immer höheren Stellenwert ein. Doch leider ist unsere Erde eine Kugel und die Reisemöglichkeiten sind somit begrenzt. Viele Menschen träumen deshalb von einem Flug zu fernen Galaxien. Bislang sind Reisen zum Mond noch Zukunftsmusik, es sei denn, man gibt sich mit einer visuellen Version zufrieden.

Per Reisebus durch die Galaxie

Was wäre, wenn wir mit einem Reisebus durch die Galaxie fahren und dabei dem Mond, Mars, Neptun, Saturn und der Venus einen Besuch abstatten? Davon träumte bereits vor 2000 Jahren der Schriftsteller Lucian von Samosata. Damals schien es unvorstellbar, dass jemals ein Mensch den Mond betritt. Das war eine irrige Annahme, wie sich später herausstellte.

Astronaut an einem Bahnsteig

Schon vor vielen Jahrzehnten gelang es Astronauten, in den Weltraum aufzubrechen und die Schönheit des Universums mit ihren eigenen Augen zu bestaunen. Die Mondlandung Neil Armstrongs setzte dem Ganzen die Krone auf. Seitdem geschehen Dinge, die der Mensch früher nie für möglich hielt. Wer genauer darüber nachdenkt, empfindet vieles als unwirklich. Und dennoch existieren Live-Chats, die Satelliten-Navigation und es gibt inzwischen sogar schon selbstfahrende Straßenbahnen in technisch fortschrittlichen Ländern, beispielsweise in Dubai. Die Entwicklung schreitet rasend schnell voran.

Zwischen dem Pferdefuhrwerk, dem ersten Benzinauto und den hochmodernen E-Fahrzeugen liegen nur wenige Jahrzehnte. Noch in den 1950er Jahren zu Zeiten unserer Großmütter war es völlig normal, mit dem Pferdegespann den Acker zu pflügen. Heute bringen tonnenschwere Hightech-Landmaschinen die Ernte ein und Mähroboter pflegen die Gärten. Warum sollte man nicht schon bald einen Urlaub auf dem Mond buchen können? Wer nicht so lange warten will, kann sich schon jetzt zumindest virtuell auf die Reise begeben. Die künstliche Intelligenz macht das möglich.

Wann kommt der Weltraumtourismus?

Wer vor einigen Jahren laut über die Kolonisation von Mars und Mond nachdachte, galt als Spinner und Fantast. Inzwischen tüfteln Firmen wie Orbital Assembly an Plänen für ein Weltraumhotel. Bislang ist eine solche Reise noch nicht möglich. Dennoch gäbe es viel zu sehen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Besteigung des höchsten Bergs unseres Sonnensystems, dem Olympus Mons auf dem Mars? Der Berg ist nahezu dreimal so hoch wie der höchste Berg der Erde, der Mount Everest.