Zoom, Jitsi, Skype und Co. – welches Videokonferenzsystem eignet sich am besten?

Die Corona-Pandemie hat die Welt verändert. Sei es die Art und Weise wie Schüler unterrichtet werden, wie Menschen tagtäglich arbeiten und sogar die Freizeitgestaltung am Feierabend. All das ist nur noch eingeschränkt oder sogar gar nicht mehr möglich. Trotzdem kristallisieren sich alternative Lösungen heraus, wie man diese Dinge immer noch – oder vielleicht an manchen Stellen sogar besser – erledigen kann. Die Rede ist von Videokonferenzsystemen. Wer jetzt die Scheuklappen aufsetzt und den Blick nur auf Skype wirft, verpasst etwas. Mittlerweile gibt es unzählige Anbieter. Die besten und bekanntesten stellen wir Ihnen im folgenden Artikel vor.


Was ist ein Videokonferenzsytem?

Wie das Wort schon sagt handelt es sich hierbei nicht wie bei einer Telefonkonferenz um reines Audio, sondern auch um eine visuelle Form der Kommunikation. Es ermöglicht einen Austausch in Echtzeit zwischen zwei oder mehreren Personen. Aber was wird dafür gebraucht?

Voraussetzungen für Videokonferenzen

Bevor Sie starten können, benötigen Sie noch einiges an Hard- und Software. Zunächst brauchen Sie ein Gerät, auf dem das Videokonferenzsystem läuft. Idealerweise ein PC mit Windows, Mac Os oder Linux Betriebssystem. Alternativ gibt es die meisten Programme auch für mobile Endgeräte. Diese sollten aber mit IOS von Apple oder Android von Google laufen. Zusätzlich benötigen Sie ein Mikrofon für die Tonaufnahme, ein Lautsprecher für die Tonentnahme und eine Webcam für die Videoaufnahme. Falls Sie vorhaben einen Laptop oder ein Tablet zu benutzen, haben Sie Glück. In vielen Fällen besitzen diese Geräte schon alle Hardware-Komponenten, die Sie benötigen. Was nicht außer Acht gelassen werden darf, ist eine schnelle Internetverbindung. Umso schneller diese ist, desto angenehmer wird die Videokonferenz, da es andernfalls zu Rucklern und Bildausfällen kommen kann. Und last but not least brauchen Sie die Software des jeweiligen Videokonferenzsystems. Zu den Unterschieden sowie Vor- und Nachteilen, kommen wir jetzt.

Laptop mit Videokonferenz

Skype

Das wohl bekannteste System ist Skype. Darin liegt auch ein Vorteil. Viele Leute sind mit der Benutzeroberfläche bereits vertraut. Umstellung ist somit nicht nötig. Hinzu kommt die zuverlässige Audio- und Videoqualität. Wie bereits angesprochen, liegt das an der Internetverbindung. Ist diese gut, wird das Videosignal sogar in HD übertragen. Weitere Vorteile sind das Teilen des Bildschirms und die Möglichkeit mit bis zu 50 Konferenzteilnehmern zu „skypen“. Der größte Nachteil ist, dass die Teilnehmenden zwingend ein Konto haben müssen

Zoom

Der Newcomer des Jahres, wahr plötzlich da und in jedem Munde. Und das aus guten Gründen. Es können bis zu 100 Mitglieder an den Konferenzen teilnehmen, welche über kein Konto verfügen müssen. Die einfache Bedienung und die große Verbreitung sind weitere Vorteile. Ein Nachteil ist, dass nicht alle Funktionen in der gratis Version vorhanden sind. Die eigentliche Achillessehne des Programms ist aber der Datenschutz. Gerade wenn man sich von Zuhause aus filmt, sollte der Datenschutz hochgehalten werden. Leider hat Zoom den Ruf dem nicht gerecht zu werden.

Jitsi

Ein Geheimtipp, den noch nicht jeder kennt, nennt sich Jitsi Meet. Das ist eine quelloffene Software. Das bedeutet, dass theoretisch jeder den Quellcode der Applikation ansehen kann. Deshalb ist man nicht von einem Anbieter abhängig. Für Jitsi ist weder ein Account noch das Installieren einer Software notwendig. Leider hat auch dieses Applikation Nachteile. Zum einen ist sie noch recht unbekannt. Und zum anderen, kommt es des Öfteren zu Abbrüchen der Konferenz.

Fazit

Videokonferenzsysteme bieten die Möglichkeit viele Dinge des „normalen“ Alltags auch in der Corona-Zeit zu bewältigen. Welches Tool das richtige ist, kommt auf die Anwender an. Möchte man mehr Sicherheit oder lieber eine simple Bedienung? All das muss durchdacht werden. Einen Vorteil haben alle drei vorgestellten Programme. Es gibt kostenlose Versionen. Somit können Sie alle zumindest einmal testen, um so Ihren Favoriten für die nächste Geschäftskonferenz, Schulstunde oder Familienfeier herauszufinden.