Yoga – Sport für Körper und Geist

Dass man mit Sport nicht nur seinen Körper fit machen kann, ist eine der Grundannahmen beim Yoga. So wie man seinen Muskel trainieren kann, so kann man auch durch Übung seinen Geist „stärker“ machen. Und beim Yoga bedeutet geistige Stärke vor allem Ruhe und Gelassenheit. Die soll man trainieren können, indem man sich einerseits auf die richtige Durchführung der Übungen – Asanas genannt – konzentriert und andererseits vor allem durch Atemübungen eine meditative Entspannung erlebt. Anspannung und Entspannung, Körper und Geist, beim Yoga spielt der Ausgleich ein zentrale Rolle, das Wort leitet sich nämlich aus dem Indischen für „Verbindung“ ab.

Frau sitzt auf Yogakissen
Yoga geht auch in den heimischen vier Wänden.
Foto: © Gorilla Sports GmbH

Und das Schöne daran ist, dass man diese Verbindung aus Philosophie und Sport nicht nur so ziemlich in jedem Alter und auf ziemlich jedem sportlichen Niveau betreiben kann, sondern dass es auch nicht unbedingt abhängig von einem Studio oder einem Trainer ist. Es kann auch sehr zum eigenen Wohlergehen beim Yoga beitragen, dass man sich zuhause eine für sich angenehme Atmosphäre schafft und keinem Druck durch andere ausgesetzt ist. Mehr als eine Yogamatte braucht man eigentlich nicht, um überall und jederzeit seine Asanas praktizieren zu können. Zwar gibt es Varianten des Yoga, die auch auf andere Geräte oder Hilfsmittel – wie beispielsweise Bänder, Sitzblöcke oder -kissen – zurückgreifen, aber sie sind nicht zwingend notwendig.

Neben vielen Richtungen, die sich in der Art ihrer Ausführung unterscheiden, gibt es auch angepasste Yoga-Übungen für unterschiedliche körperliche wie seelische Bedürfnisse. Ob Yoga für Schwangere, für die Stärkung des Rückens, Power-Yoga für solche, die es gerne anstrengend haben oder die entspannte Version für Menschen, die beispielsweise ihre Migräne oder ihren Depressionen bekämpfen wollen – es ist für jeden etwas dabei. Auch Kinder und Senioren können von den körperlichen wie geistigen Übungen profitieren, nämlich durch einen gesünderen Körper und eine bessere Konzentrationsfähigkeit.

In unserer leistungsorientierten Zeit wollen viele den fortgeschrittenen Yogis nacheifern und wie diese zu einer nahezu perfekten Körperkontrolle kommen. Doch genau das ist nicht im Sinne des Yoga! Das Ziel ist, auf dem eigenen Level den Ausgleich zwischen körperlicher Leistungsfähigkeit und geistiger Gelassenheit zu finden, der auch der Seele guttut. Wer Yoga regelmäßig betreibt, wird sich sowieso mit der Zeit steigern können. Übermäßiger Ehrgeiz wirkt nicht nur entgegen der Philosophie des Yoga, sondern kann auch der Punkt sein, an dem der körperliche Nutzen ins Gegenteil umschlägt und es zu Verspannungen oder gar Muskelzerrungen kommen kann.

Ein unaufwändiger Einstieg ins Yoga ist jederzeit möglich: Einfach rein in leichte, nicht einengende Kleidung, Yogamatte ausgerollt und los geht’s! So kann jeder für sich herausfinden, ob dieser Sport ihr bzw. ihm liegt. Unser Tipp für alle Interessierten: Einfach bei Youtube nach der Art von Yoga-Übung suchen, die gerade passt. Ob Yoga für Anfänger, für Fortgeschrittene, für Bauch, Beine, Po, zum Schwitzen, zum Dehnen, für 15 Minuten oder eine Stunde – hier findet sich für jeden etwas.