Gebrauchter Laptop: Was ist mit den Daten des Vorbesitzers?

Rebuy-Seiten wie ebay-Kleinanzeigen, Rebuy.de oder Kalaydo sind vor allem bei Sparfüchsen beliebt. Oftmals wird dort ein gebrauchter Laptop oder ein gebrauchtes Handy für kleines Geld gekauft. Was allerdings nur Wenige auf dem Schirm haben: auf der Festplatte oder dem Laptop können noch die Daten des Vorbesitzers sein. Diese Daten muss der Verkäufer also auf jeden Fall löschen, damit sie nicht in die falschen Hände kommen.

Die Praxis sieht anders aus

Alte Geräte will man loswerden,
wichtige Daten sicherlich nicht!

Tests haben gezeigt, wie leichtfertig die Verkäufer das Löschen von Daten und persönlichen Informationen nehmen. Ein professioneller Datenretter konnte selbst gelöschte Daten wiederherstellen und das ohne große Mühe. Wer sich also in der Materie nur etwas auskennt, kann die vermeintlich gelöschten Daten des Vorbesitzers einsehen, denn viele machen sich nicht einmal die Mühe, den Papierkorb auch wirklich zu löschen, vom Formatieren der Festplatte ganz zu schweigen. Für die Tester war es demnach eine einfache Aufgabe, die Verzeichnisse und Dateien, die nicht selten noch den Original-Dateinamen hatten, wiederherzustellen. Nur sehr selten ist eine Festplatte, die weiterverkauft wird, tatsächlich vollständig überschrieben.

Ein Fall für den Profi

Wer einen gebrauchten Datenträger kauft, muss also damit rechnen, dass darauf noch private Informationen und sogar sensible Daten des Vorbesitzers zu finden sind. Nun kann es durchaus passieren, dass der Verkäufer diese Daten doch noch benötigt und sie retten möchte. Dies ist ein Fall für den Profi Thorsten Enderle von der Notebook Werkstatt „Smile Repair“, denn er bringt die Erfahrung und die Kompetenz von 15 Jahren mit. Dazu steht ihm ein Ersatzteillager für mehr als 10.000 Modelle zur Verfügung. Wenn die Daten noch gerettet werden sollen, einfach unter smilerepair.de anmelden und den Datenträger einschicken. Das Gerät wird vor Ort geprüft und der Kunde bekommt ein Angebot, nach der Rettung der Daten oder der Reparatur erfolgt dann der Rückversand.

Den Verkäufer kontaktieren

Stellt sich heraus, dass sich auf der Festplatte, dem Laptop oder dem gebrauchten Smartphone noch persönliche Daten, Bilder oder andere Informationen befinden, kann der neue Besitzer natürlich alles löschen. Handelt es sich hingegen um wichtige Dokumente, wie beispielsweise ein Testament, dann ist es immer besser, den Verkäufer noch einmal zu kontaktieren. Nicht selten ist dann die Überraschung groß, dass doch nicht alle Daten gelöscht wurden. Denn die vollständige Überschreibung des Datenträgers wird nur in sehr wenigen Fällen vorgenommen, oftmals reicht es den Verkäufern fälschlicherweise den Papierkorb zu löschen.

Fazit

Wenn es um die Datenrettung geht, ist es immer die bessere Entscheidung, damit einen Profi zu beauftragen. Professionelle Datenrettung kostet kein Vermögen, aber so können wichtige Dokumente, persönliche Erinnerungsstücke, Bilder oder Briefe wiederhergestellt werden. Alle, die einen gebrauchten Datenträger kaufen, müssen nicht selten feststellen, dass darauf immer noch persönliche Daten zu finden sind. Beim Ankauf von gebrauchten Geräten ist es also immer besser, den Verkäufer zu fragen, ob er die Daten auch wirklich gelöscht und für sich selbst gesichert hat.