Neue vs. gebrauchte PC kaufen – wann lohnt sich was?

Gerade in den letzten Wochen werden wohl so einige wieder vor der Frage gestanden haben, ob sie sich einen neuen Computer zulegen sollen – und wenn ja, welchen. Aktuellen Anlass zu diesen Überlegungen bietet das gerade erfolgte Support-Ende des weitverbreiteten Betriebssystems Windows 7. Gerade diejenigen, die dieses noch nutzen, nutzen es meist auch auf Computern, die mit Windows 7 so in die Jahre gekommen und deshalb nicht mehr up-to-date sind. Da kann es sein, dass der alte Computer ein Update auf Windows 10 gar nicht mehr mitmacht. Oder aber er weist andere Altersschwächen auf, die die Nutzung sowieso immer schwieriger machen. Eventuell ist die Festplatte schon recht voll und lässt nicht mehr viel Platz, um dort vernünftig Daten speichern zu können oder der Arbeitsspeicher ist für heutige Anwendungen nicht mehr ausreichend oder passende Anschlüsse für neue Geräte stehen nicht wie benötigt zur Verfügung oder, oder, oder.

Da ein Computer eine nicht unerhebliche Investition darstellt, kann man durch den Kauf von gebrauchte PC eine Menge Geld sparen. Doch viele haben Vorbehalte gegenüber Second-Hand-Geräten. Um zu wissen, ob und wie man auch mit Rechnern aus zweiter Hand gut fährt, sollte man daher ein paar Dinge beachten.

Gebrauchte gibt es als Desktop oder Laptop, für den beruflichen wie für den privaten Gebrauch.

Eins vorweg: Gebraucht ist nicht gleich gebraucht! Natürlich kann man Glück haben und bei eBay ein Schnäppchen beim Computerkauf von Privat machen, aber wer sich nicht auf sein Glück verlassen will, der kauft gebrauchte beim Händler. Und der sollte im Gegensatz zum Privatverkäufer einige Standards bieten, um dem Käufer auch wirklich einen lohnenden, vertrauenswürdigen Deal unterbreiten zu können.

So sollten die Händler die gebrauchten PC nicht einfach ungetestet weitergeben, sondern diese überarbeitet haben – meist als „refurbished“ bezeichnet. D.h. der Computer wurde auf Herz und Nieren getestet und eventuelle Fehler wurden behoben. Auch werden von Händlern oft Festplatten, Arbeitsspeicher und Grafikkarten erneuert bzw. können mit der vom Kunden gewünschten Kapazität eingebaut werden. „Refurbished“ bedeutet auch, dass der bereits genutzte Computer einer professionellen Reinigung unterzogen wurde und deshalb keinen beschleunigten Verschleiß aufweisen wird. Zudem kommt bei guten Händlern die vorinstallierte Windows-Version mit garantiert gültiger Lizenz – etwas, was beim Privatkauf gerne mal übersehen wird. Gute Händler bieten ihren Käufern auf all diese Leistungen zudem eine Garantie, meistens für 12 Monate, gegen Aufpreis auch länger.

Große Gebrauchtwaren-Händler beziehen ihre Geräte übrigens nicht von Privatpersonen, sondern kaufen Firmen oder Großhändlern PCs ab, die i.d.R. geleast wurden. Daher handelt es sich überwiegend um Computer, die für den professionellen Gebrauch vorgesehen und konfiguriert wurden. Es kommen also auch keine „Uralt“-Modelle in den Wiederverkauf, sondern Rechner, die maximal 3 Jahre auf dem Buckel haben.

Nichtsdestotrotz sind gebrauchte nicht jedermans Sache. Vielen fehlt schlicht das Vertrauen in gebrauchte Ware, Garantie hin oder her. Und für einige ist so ein Coputer auch ein Prestigeobjekt, an dem auch äußerlich alles stimmen soll. Gebrauchsspuren, wie sie nunmal bei „refurbished“ Geräten vorhanden sein können, kommen für manche Nutzer schlicht nicht in Frage. Auch wer seinen Computer hauptsächlich zum Gamen nutzt, ist meist nicht so leicht von gebrauchten PC zu überzeugen bzw. wird für seine Bedürfnisse nicht unbedingt bei Gebrauchtwaren-Händlern fündig, zu speziell sind bei Gamern die Anforderungen an Leistung und Optik eines Geräts.

Wer aber für den alltäglichen privaten oder beruflichen Gebrauch nach einem Computer sucht, sollte sich durchaus mal bei Second-Hand-Händlern umschauen. Neben einem günstigen und leistungsfähigen PC kann man sich auch in puncto Nachhaltigkeit freuen, denn mit jedem neue Computer, der gebaut wird, wird auch der Rohstoffverbrauch und CO2-Ausstoß erhöht.

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