Hochzeit trotz Corona feiern?

Corona beeinflusst tagtäglich unser aller Leben. Manche Einschränkungen sind weniger gravierend, andere betreffen wichtige Lebensentscheidungen. Dazu gehört auch eine geplante Hochzeit. Für viele ist dies der schönste Tag im Leben oder soll es werden. Und da kommen gerade jetzt Fragen auf, ob mit den derzeit bestehenden Auflagen dieser „schönste Tag“ realisiert werden kann. Die Antwort darauf können einzig Braut und Bräutigam geben; und sie liegt wohl meist darin begründet, inwieweit sie sich von den Vorstellungen einer Hochzeit ganz nach Plan lösen können.

Und was tun, wenn die Hochzeitseinladungen schon geschrieben sind, die Location bereits gebucht, das Essen längst ausgesucht wurde? Alles eine Nummer kleiner machen oder aber doch auf „irgendwann“ verschieben? Am wenigsten werden sich Paare durch Corona vom Heiraten abbringen lassen, die sowieso eine Feier im kleinen Kreis geplant haben. Zum Glück ist das ja in allen Bundesländern wieder möglich, auch wenn die Anzahl der zugelassenen Personen in Innenräumen sehr unterschiedlich ist und beispielsweise in Hamburg bei nur 25 liegt (Stand September 2020). Doch im restlichen Deutschland sind es meist deutlich mehr. Einer Feier an sich steht also nichts im Wege, doch wie groß und ungezwungen eine solche ausfällt, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Auch ob alle Eingeladenen überhaupt in Zeiten von Corona kommen können oder wollen, ist fraglich.

Hochzeitseinladung
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – das kann man seinen Gästen auch per Hochzeitseinladung vermitteln.

Viele fühlen sich nicht wohl bei dem Gedanken, die bereits geplante Hochzeit auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Schließlich trägt man sich ja mit dem Gedanken an den Bund fürs Leben meist schon seit Längerem und der emotionale Wunsch, die Beziehung offziell zu machen, kann für manche nicht aufgeschoben werden. Für diejenigen, die sich schwer damit tun, die Hochzeit zu verschieben, könnte es aber auch ein Weg sein, jetzt erst einmal im kleinen Kreis zu heiraten und die große Feier nachzuholen, wenn ein Fest ohne Einschränkungen wieder möglich ist. Bis dahin kann man sich dann auch Zeit lassen, um all die vielen Dinge zu organisieren, die rund um eine Hochzeit anfallen. Das bedeutet mehr Muße beim Gestalten der Hochzeitseinladungen, beim Aussuchen des Hochzeitskleides, beim Raussuchen der passenden Blumendeko und all den vielen anderen Dingen, die eine Hochzeit ausmachen.

Wer sicher sein will, dass auch alle kommen werden, kann schon einmal eine „vorläufige“ Hochzeitseinladung im Sinne einer Vorankündigung an die Gäste schicken. Es gibt sogar vorgefertigte Einladungskarten, die bereits vorformulierte Texte für solche Fälle anbieten. Auch auf diese Weise setzt man nach außen ein klares Statement, dass die Beziehung so bald wie mögich durch eine Hochzeit besiegelt werden soll. Und so teilt man mit seinen Lieben auch die Vorfreude auf den besonderen Tag. Die Vorstellung, dass man in hoffentlich absehbarer Zeit unbeschwert gemeinsam feiern wird, kann für das Brautpaar wie für seine Gäste auch ein Lichtblick in dieser schwierigen Zeit sein.

Eine Hochzeit zu verschieben ist sicherlich enttäuschend. Aber wie mit so vielem in dieser außergewöhnlichen Zeit kommt man hier am besten mit Akzeptanz und Kompromissbereitschaft zu der Lösung, die für einen selbst am besten passt. Man sollte sich vor allem davor hüten, dieses Thema zum Vor-Ehestreit zu machen! Insbesondere wenn einer der Partner Bedenken wegen einer potenziellen Infektionsgefahr für sich und die Gäste hat, sollte das vom anderen unbedingt respektiert werden. Insofern ist diese Zeit auch schonmal eine gute Übung für das, was einen im besten Falle nun den Rest seines Lebens begleiten wird: die liebevolle Einigung mit seiner Liebsten/seinem Liebsten, auch bzw. gerade in schwierigen Zeiten!

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