Welches Kinderfahrzeug ist für welches Alter am besten geeignet?

Sobald die Technik des Laufens einmal erlernt ist, wird diese vielen Kinder schnell langweilig. Die Frage stellt sich: Wie komme ich schneller von A nach B? Spätestens, wenn der erste Kindergartenfreund mit seinem Bobby Car vorgefahren kommt, ist diese Frage beantwortet.

Der Markt ist überhäuft von Fahrzeugen für Kinder und unterscheiden sich nicht nur von der Anzahl der Räder, sondern auch vom Design, Größe und Preis. Und dass man sein zweijähriges Kind nicht sofort in ein Go-Kart setzt, sollte selbstverständlich sein.

Um den Überblick zu behalten und zu wissen, welches Fahrzeug für welches Alter am besten geeignet ist, haben wir diesen Beitrag vorbereitet.

Rutschfahrzeuge – für Kinder ab 12 Monate

Kleinkind auf einem Rutschauto
Die Liebe zu einem fahrbaren Untersatz
beginnt meist sehr früh im Leben.

Wer kennt es nicht, das klassische Bobbycar in quietschrot. Keine Pedale, keine Bremsen und eine Lenkung, die eher zum Spaß als zum Nutzen dient. Hier ist das Motto: „Der Weg ist das Ziel.“ angesagt und die Rutsch-Autos dienen vorrangig dazu, das Robben auf dem Boden auf Räder zu verlegen. Man kommt schnell vorwärts und dabei ist es erstmal gar nicht so wichtig, ob man da ankommt, wo man hin wollte. Und dabei wird man sogar richtig schnell. Deshalb ist es wichtig, dass die Spielzeuge stabil und sicher sind und die Reifen einen Stoß gegen die Bordsteinkante abkönnen.

Dreiräder – für Kinder zwischen ein und zwei Jahren

Bei Dreirädern wird den Kindern schon etwas mehr abverlangt, als einfaches mit den Beinen rudern. Hier gilt es, in die Pedale zu treten und gleichzeitig zu lenken. Für Erwachsene ein Kinderspiel, für die Kleinen allerdings komplexe Bewegungsabläufe, die viel Konzentration und Muskelkraft erfordern. Das Praktische bei Dreirädern: Für fast jedes Modell gibt es Lenkstangen, die einfach hinten angedockt werden können. So könne den Eltern das Ruder übernehmen, wenn das mit der Koordination noch nicht so gut klappt oder die Kraft in den Muskeln schwindet. Die Stangen sollten stabil genug sein, um das Dreirad samt Kind über den Bordstein zu heben.

Laufräder – für Kinder ab zweieinhalb Jahren

Die Vorstufe zum richtigen Fahrrad. Beim Fahren mit dem Laufrad werden Fähigkeiten wie Koordination, Bewegung und Gleichgewicht geschult und bildet damit den Grundstein für das spätere Fahrradfahren. Die Auswahl an Gefährten ist hierbei enorm, sei es vom Material, Design oder Sicherheitsextras, wie Bremsen oder Lenkradeinschlag. Bremsen sind nicht unbedingt nötig, da die Kleinen dazu koordinatorisch gesehen noch nicht so gut in der Lage sind und das Schlittern der Füße für genug Abbremsung sorgt. Ein Lenkradeinschlag ist hingegen gar nicht so verkehrt, da der Lenker dann nicht gefährlich nach oben ragt, wenn das Laufrad auf der Seite liegt.

Roller – für Kinder ab drei Jahren

Junge mit Helm in einem Elektro-Gokart
Ältere Kinder träumen von mehr als einem Rutschauto, z.B. von einem Gokart.

Ähnlich wie beim Laufrad werden beim Rollerfahren viele motorische und koordinatorische Fähigkeiten geschult. Aufrecht stehen, vorausschauend Fahren und dazu noch Bremsen und Beschleunigen. Dinge, die nicht nur für das Rollerfahren, sondern auch für die allgemeine Teilnahme am Straßenverkehr unabdingbar sind. Roller gibt es mit verschiedener Bereifung, in verschiedenen Größen, klappbar, oder mit verstellbarem Lenkrad. Dadurch eignet sich der Roller für fast jeder Altersklasse und bringt auch im Jugendalter noch viel Freude.

Go-Karts – für Kinder ab fünf Jahren

Bei Go-Karts steht eher der Spaß im Vordergrund als der Lerneffekt. Allerdings ist es auch hier wichtig, die richtigen Bewegungsabläufe fürs Lenken, Bremsen und Beschleunigen zu kennen. Die Fahrzeuge gibt es mit Pedalantrieb, kleiner Motorisierung – die Luxus Variante ist ein Elektro Gokart. Die letzteren Varianten richten sich aber eher an ältere Kinder oder auch junge Erwachsene.