Fortbildungen, Weiterbildungen und Tagungen bald nur noch digital?

Wer sich heutzutage beruflich weiterbilden oder mit anderen vernetzen will, tut das in aller Regel in einem Bildungszentrum, einem Seminarraum oder einem Tagungshotel. Grundvoraussetzung für eine zeitgemäße Veranstaltung dieser Art ist natürlich, dass diese Orte gut mit Veranstaltungs- und sonstiger digitaler Technologie ausgestattet sein müssen. Die Frage ist allerdings, wie lange das so noch der Standard sein wird, denn eLearning und Webkonferenzen sind schwer auf dem Vormarsch und werden zumindest ergänzend heute schon an vielen Universitäten und größeren Unternehmen eingesetzt. Digitales Lernen und Tagen erweisen sich nicht nur als moderne Veranstaltungformen, die gerade die jüngere Generation in ihren Lebensgewohnheiten entgegenkommen, sie sind auch umweltfreundlich, da sie Anreisen überflüssig machen und die Benutzung von Papier weitgehend reduzieren können.

Bildungs- und Tagungs-Formen im Umbruch

Seminarteilnehmer in Tagungsraum
Begegnung und Austausch mit anderen spielen eine große Rolle bei Seminaren und Tagungen.
Foto: Pixabay

Klingt also alles zunächst einmal danach, als sollte man schnellstmöglich auf digital übertragene Seminare und Tagungen umsteigen, doch es gibt auch Gründe, sich (noch) nicht ganz auf diese Form zu versteifen. Einer der wichtigsten dabei ist wohl die Gruppendynamik, die bei einer Präsenzveranstaltung entsteht und die Teilnehmer ja auch auf die Anwendung neuen Wissens in ihrem Alltag vorbereiten soll. Das lässt sich nicht so leicht durch Formen der digitalen Interaktivität ersetzen, somal die Auswahl eines passenden Veranstaltungs-Ortes das Lernziel eines Seminars oder das Knüpfen neuer Kontakte bei einer Tagung maßgeblich unterstützen kann. Von daher ist es oftmals wichtig, dass man genau die Räume mieten kann, die zum Inhalt einer Fortbildung nicht nur technisch, sondern auch atmosphärisch passen. Zur Bedeutung des richtigen Weiterbildungs- und Tagungsortes finden sich auch lesenswerte Beiträge auf dem Blog von top-tagung.de/blog.

Des Weiteren stellt der Umstieg auf ein papierloses Format für Weiterbildungen, Tagungen oder Ähnliches für viele noch einen radikalen Bruch mit ihren Gewohnheiten dar. Wer seine Schul-, Ausbildungs- oder Studienzeit noch weitgehend „papiergebunden“ verbracht hat, wird sich auch mit noch so gut aufgemachten Weiterbildungs- oder Tagungs-Apps schwer tun und Lernstoff wahrscheinlich nicht so leicht annehmen, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Papier in der Hand zu halten, in Unterlagen zu blättern, mit einem Stift Notizen zu machen, das sind für viele Menschen haptische Erfahrungen, die sie im Lernprozess unterstützen. Genauso wie die Begegnung und der direkte Austausch mit anderen Fortbildungsteilnehmern in einem Seminarraum.

Übergang sinnvoll gestalten

Von daher befinden wir uns in einer sinnvollen Übergangszeit, bis papierloses, dezentrales eLearning und Tagen wahrscheinlich den Standard darstellen wird. Bis es jedoch soweit ist, wird noch einiges zu tun bleiben, so vor allem die flächendeckende Ausstattung mit schnellen Internetzugängen. Und die Teilnehmer von digitalen Weiterbildungen oder Tagungen müssen alle technisch auf dem Stand sein, um alle Inhalte nicht nur passiv konsummieren, sondern auch aktiv verarbeiten können. Das setzt auch entsprechendes Wissen über die Handhabung von Apps und ihren Features voraus.

Fazit: dezentrale und papierlose Lern- und Tagungs-Veranstaltungen werden mit Sicherheit in Zukunft immer häufiger werden und haben auch eindeutige Vorteile. Doch noch ist weder die technische Infrastruktur noch die Bereitschaft dafür überall vorhanden. Und in einigen Fällen wird auch kein Weg am klassischen Format vorbeiführen, da der unmittelbare Kontakt und Austausch, wie er auf „real life“ Tagungen oder in Seminarräumen entsteht, mitunter unersetzlich bleiben wird.

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