Weihnachtsbräuche in der Karibik

Man muss nicht zwingend zur Gruppe der „Weihnachtsflüchtlinge“ zählen, wenn man zum Ende des Jahres karibische Temperaturen dem hiesigen Dezember-Wetter vorzieht. Schließlich wird auch jenseits des Atlantiks das Fest der Liebe gefeiert. Wenn auch mitunter in etwas anderer Art und Weise. Das fängt schon bei unterschiedlichen Terminen und Zeiträumen an. So begeht man auf Puerto Rico fast eineinhalb Monate lang Weihnachten. Los geht es nach dem amerikanischen Feiertag Thanksgiving, beendet werden die Feierlichkeiten mit dem San Sebastian-Street-Festival Mitte Januar. Eine beliebte Weihnachtstradition der Puerto Ricaner ist das Festival de las Máscaras, das am 28. Dezember in Hatillo stattfindet und den Kindermord von Bethlehem unter Herodes aus dem Matthäus-Evangelium nachstellt. Die Schauspieler und Komparsen tragen bunte Masken und wandern durch die Straßen der Stadt, bevor sie sich im Stadtzentrum zur offiziellen Parade sammeln.

Auf vielen karibischen Inseln hat die Weihnachtszeit einen stark karnevalistischen Anstrich. So wird auf St. Vincent und den Grenadinen zwischen dem 16. Dezember und Heiligabend täglich noch vor Sonnenaufgang beim „Nine Mornings Festival“ gefeiert und getanzt. Auch auf den Bahamas steht beim „Junkanoo“ buntes Treiben im Mittelpunkt, während man auf Montserrat eine Kombination beider Feste lebt. Dort wird beim „Street Jam“ kräftig gefeiert, gleichzeitig ziehen aber auch Sternsinger von Haus zu Haus. Die nennen sich auf den benachbarten Inseln von Trinidad & Tobago Paranderos und geben religiöse, spanische Lieder zum Besten.

Als einstige Kolonien beziehen die karibischen Länder ihre Weihnachtsriten natürlich vielfach aus ihrem europäischen Erbe. Das gilt auch für Dominica, wo sich sowohl englische als auch französische Bräuche wiederfinden. Darüber hinaus hat die Insel aber auch eigene Traditionen entwickelt. Bereits einen Monat vor Weihnachten werden dort die Häuser festlich dekoriert und die ersten Weihnachtsbäume aufgestellt. Auf der anderen Seite ersteht man die notwendigen Geschenke üblicherweise erst in letzter Minute. So sind dann am 24. Dezember Straßen und Geschäfte auch voller bestens gelaunter Menschen. Ein paar Stunden später besucht man dann die Mitternachtsmesse, um danach ausgelassen den Réveillon de Noël (Heiligabend) zu feiern. Auf den reich gedeckten Tischen findet man sowohl französische wie englische Gerichte, Rum, Ingwerbier und frische karibische Cocktails.

Auf den Cayman Islands sind die Weihnachtsbräuche so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Die einen feiern das Fest im Rahmen stimmungsvoller Strandparties, die anderen schmücken Haus und Garten mit spektakulären Licht-Installationen. Nicht selten öffnen die Besitzer sogar ihre Pforten für staunende Besucher. Ganz traditionell sind auch die “Schnee-Gärten”, die in mühevoller Arbeit und unter Einsatz des weißen Sands lokaler Strände angelegt werden und eine Winterlandschaft simulieren sollen. Betreten werden dürfen die Kunstwerke übrigens erst am Weihnachtstag.

Auf Curaçao sind die Feiertage wie überall auf der Welt von kulinarischen Highlights geprägt. Diese kommen in erster Linie aus Südamerika, vor dessen Küste die Insel liegt. So hat das traditionelle Festmahl zur „Noche Buena“, dem Weihnachtsabend, seinen Ursprung in Venezuela: „Pan de Jamón“ (süße Teigrollen gefüllt mit Schinken, Oliven und Speck), „Ayakas“ (in Bananenblätter eingeschlagene Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch und Gemüse), „Pernil“ (Schweinebraten) sowie die lokale Variante des Eierpunschs, „Ponche Crema“, versprechen lukullischen Genuss.

Weitere Infos: www.karibik.reisen

Pressemitteilung von:

Caribbean Tourism Organization
c/o INEX Communications
Hadrianstraße 12
61130 Nidderau
Tel.: 06187-900780

 

Bild: © Inex Communications

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