Geld richtig anlegen

Die Inflation steigt und die Sparzinsen bleiben weiterhin im Keller. Dies führt zu einem Dilemma sowie zu einem großen Geldverlust über kurze oder längere Zeit. Angespartes kann nicht gewinnbringend bis zur Pension vermehrt werden und verliert durch Inflation sogar bis zur Pensionierung an Wert. Doch welche Alternativen zum herkömmlichen Sparbuch gibt es überhaupt und sind diese auch sinnvoll?

Das Sparbuch hat sich bewährt

Das Sparbuch ist und bleibt die beliebteste Sparform. Wer es sich leisten kann, legt einen kleinen Anteil für die Pension zur Seite. Gespart wird meist für die Pension, Urlaube, Immobilien, Autos oder schlechte Zeiten. Meist sind die Sparkonten ebenso für einen Notgroschen gedacht, der jederzeit zugänglich sein muss. Das Sparbuch wirft allerdings im jetzigen Niedrigzinsumfeld sehr magere Erträge ab. Wird die Inflation berücksichtigt, ergibt sich sogar ein negativer Wert. Allerdings ist die Sicherheit beim Sparbuch durch Einlagensicherung am Höchsten. Deshalb sollte ein Teil des Geldes immer in Sparbücher angelegt werden, um einerseits die Sicherheit zu gewährleisten und andererseits in Krisenzeiten schnell Zugriff auf benötigtes Geld zu besitzen.

Anleihen für Jedermann

Anleihen gelten als die Alternative zum Sparbuch. Sie werden von Staaten, Länder oder größeren Unternehmen ausgegeben und bieten einen fixen oder variablen Zinsanspruch bei einer festen Laufzeit. Der größte Teil der Anleihen ist am Sekundärmarkt schnell und einfach handelbar, sodass diese theoretisch jederzeit verkauft werden können. Dafür wird allerdings ein Depot, zum Beispiel bei einer Bank benötigt. Auch Transaktionsspesen durch den Kauf und Verkauf können sich durch Anleihenhandel ergeben. Da allerdings für eine gute Bonitätsstufe aktuell sehr wenig Zinsen gezahlt werden müssen, stellen Anleihen unter Berücksichtigung der Kosten keine wirkliche Alternative zum Sparbuch da. Auch Anleihen mit kostenlosem Depot oder nicht am Sekundärmarkt handelbare Anleihen werfen keinen großen Gewinn ab. Bei den meisten Anleihen von Staaten muss für einen Zeitraum von wenigen Monaten bis hin zu 10 Jahren zudem noch mit einem negativen Zinssatz gerechnet werden. Dadurch wird wirklich Geld vernichtet, sodass Anleihen nur bedingt vorteilhaft sind.

Aktien für die Zukunft

Aktien benötigen ein Depot, welches erstens einmal Kosten verursacht. Zudem hängt der Aktienkurs von vielen Faktoren ab. Hier spielen neben globalen Faktoren, welche alle Aktien beeinflussen wie etwa globale Krisen, auch interne Faktoren, in etwa ein Produktrückruf, eine wichtige Rolle. Eine einzelne Aktie birgt somit unzählige Gefahren und würde einem reinen Glücksspiel entsprechen. Deshalb sollte diversifiziert werden. Dies bedeutet, dass mehrere Aktien von unterschiedlichen Unternehmen gekauft werden.Interessant ist beispielsweise, in Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum zu investieren. Wie funktioniert Ethereum? Von Bitcoin unterscheidet es sich vor allem dadurch, dass es nicht nur eine Kryptowährung, sondern auch eine Plattform bietet, an der Entwickler mitwirken können. Allerdings birgt sich bei der Diversifizierung von Investments die Gefahr, dass theoretisch alle Aktien den gleichen Wert besitzen sollten. Da manche Aktien allerdings schon für wenige Euro zu haben sind und andere vierstellige Beträge kosten, kann mit einem kleinen Kapitaleinsatz sehr schlecht gestreut werden. Dadurch bleibt ein sehr hohes Risiko bestehen. Zudem kostet jeder Kauf und Verkauf, wodurch abermals der Gewinn schwindet.

Aktien sind ferner leider unvorhersehbar. Dies bedeutet, dass in Zukunft weder auf einen Kursgewinn noch auf eine Dividende gehofft werden kann. De facto kann die Performance erst ex post festgestellt werden. Dadurch ist Aktienhandel in der breiten Bevölkerung nicht möglich und auch nicht sinnvoll.

Fonds als Alternative

Alternativen zu Anleihen und Aktien sind sogenannte Fondsprodukte. Sie bringen die Vorteile der Diversifizierung an den „kleinen Mann“. Hierbei handelt es sich entweder um ein Portfolio, welches einen Index nachbaut oder um ein wahllos von erfahrenen Fondsmanager zusammengestelltes Portfolio. Neben den Depotgebühren und Transaktionskosten fallen hier zudem auch Gebühren für das Fondsmanagement an. Fonds können aus Aktien, Anleihen oder beidem bestehen. Zumindest versprechen Fonds auf den ersten Blick eine höhere Rendite, allerdings wird diese durch die Fondskosten schnell geschmälert. Fonds können das Risiko reduzieren, werden aber nicht viel mehr als Sparbücher erwirtschaften.

Crowd als Zukunftsperspektive

Zusätzlich zu den altbekannten und bewährten Formen der Renditeerzielung drängen immer weitere Formen auf dem Markt. Crowdfunding, Crowdinvesting, Crowdlendig um nur einige beim Namen zu nennen. Meist handelt es sich um Produkte, Unternehmen oder Immobilien, welche ein so hohes Risiko aufweisen, dass sie weder von der Bank einen Kredit bekommen noch über den Anleihenmarkt. Dies bedeutet, Crowdnehmer werden für das Risiko nicht entlohnt und es ist häufig möglich, dass nichts vom eingesetzten Kapitel überbleibt. Die Crowd sollte vielleicht wie eine Spende oder Unterstützung für Erfinder gesehen werden und weniger als Tool der Renditeerzielung.

Zusammenfassend

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es nicht verwunderlich ist, dass viele weiterhin auf das altbewährte Sparbuch setzen. Es ist im Niedrigzinsumfeld unter Betrachtung der Risiken und der ständigen Verfügbarkeit des Geldes das am besten geeignetste Mittel.

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