Sicherheit durch Bluttest

So läuft der HIV-Test wirklich ab

Wer vor der Situation steht, dass eine HIV-Infektion stattgefunden haben könnte, fürchtet sich oft vor dem Test. Nicht nur das Ergebnis macht Angst, sondern auch der Gedanke, einem fremden Menschen das eigene Intimleben offenbaren zu müssen. Daher scheuen viele Menschen auch dann den Weg zum Arzt oder der Beratungsstelle, wenn die Möglichkeit im Raum steht, dass eine Ansteckung vorliegen könnte. Wir alle sind hinlänglich aufgeklärt. Wissen, dass HIV-Übertragung möglich ist, wenn die Geschlechtspartner häufig wechseln und Geschlechtsverkehr ohne Kondom vollzogen wird. Auch wenn etwa ein Spritzbesteck geteilt wird, kann es zu einer Ansteckung kommen. Dennoch gibt es jene Situationen, die unter „wie das Leben so spielt“ fallen. Wenn die Situation einfach mächtiger als die Vernunft ist.

Sicherheit zu haben ist immer noch besser als eventuelle Risiken für sich selbst und andere einzugehen.
Foto: Pixabay

Am Morgen danach kommt dann die bange Frage: Ist etwas passiert? Könnte ich andere anstecken? Wenn es ein Seitensprung war, gefährde ich meinen Lebenspartner oder meine Lebenspartnerin? Wenn eine benutzte Injektionsnadel noch einmal benutzt wurde: war die Nadel „sauber“? Um eine Infektion sicher nachweisen zu können, müssen erst einmal etwa sechs Wochen verstreichen. Wer sich dann einen ersten Überblick wünscht, kann sich im Internet etwa auf http://www.hivheimtest.de einen Schnelltest für zu Hause kaufen. Die ausführliche Packungsbeilage erläutert genau, wie der Test angewendet werden muss und wie die Anzeigen des Teststreifens zu lesen sind. Einfach in der Anwendung, ist das Ergebnis aussagekräftig und zuverlässig.

Positiv? Negativ? Und jetzt?

Sollte der Heimtest positiv ausfallen ist der Besuch beim Arzt oder einer Beratungsstelle unumgänglich. Sie brauchen keine Angst und auch keine Scheu zu haben, die Menschen, die dort arbeiten, sind Profis. Weder werden Sie beurteilt, noch ausgefragt, sondern einfach nur beraten, welche Schritte als nächstes sinnvoll sind. Wir leben zum Glück in einer Zeit, in der eine HIV-Infektion durch Medikamente zwar nicht heilbar, aber immerhin beherrschbar geworden ist. Alleine darum schon lohnt es sich im Fall eines positiven Tests sich weitere Informationen zu beschaffen.

So verletzend das in vielen anderen Bereichen des Lebens ist, so tröstlich ist es in diesem Fall: Für die Ärzte und Berater beim Gesundheitsamt sind Sie nur ein Fall. Viele Beratungsstellen ermöglichen anonyme Beratung und ein genauer Labortest wird Ihnen Klarheit bringen. Screeningtests können manchmal ein falsch-positives Ergebnis zeigen, so dass es durchaus sein kann, dass Sie bei dem zweiten Test doch noch Entwarnung bekommen. Alle, das Gesundheitsamt, Beratungsstellen oder Ihr Arzt, stehen unter Schweigepflicht. Es wird also niemand von Ihrer Infektion erfahren, es sei denn, Sie erzählen selbst davon.

Sollte der Heimtest negativ sein, so bedeutet das nur, dass gegenwärtig keine Antikörper in Ihrem Blut nachweisbar sind. Das kann sein, weil keine da sind, oder aber auch, weil es noch zu wenige sind. Auch bei dem Ergebnis „negativ“ kann der Besuch beim Arzt oder einer Beratungsstelle dennoch sinnvoll sein. Im Moment diskutiert die Bundesregierung die Zulassung von Heimtests auch in Deutschland. Übers Internet können sie bereits gekauft werden, doch zeigt sich in anderen europäischen Ländern, in denen sie bereits zugelassen sind, dass die Zahl der unerkannten HIV-Infektionen stetig rückläufig ist. Für Betroffene bedeutet schnelle Klarheit auch schnelle Therapie und so ein längeres Leben.

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