Der Wecker hat Pause, die Vögel zwitschern von den Dächern und übernehmen den morgendlichen Weckruf. Die Sonne lacht und schmutzige Fenster, angeschmutzte Kaminkacheln und verschmierte Türen bringen die Wahrheit zu Tage. Es wird Zeit für den Frühjahrsputz. Den Teppich von Staub und Flecken befreien und so richtig gründlich bis in die letzte Ritze putzen.
Ordnung ist bekanntlich das halbe Leben und mit System macht der Frühjahrsputz Spaß. Das gründlich saubere Ergebnis ist der Startschuss in die schöne tulpenreiche Jahreszeit.
Planungszeit: mind. zwei Tage je nach Wohnungs- oder Hausgröße
Das Arbeitsmaterial: großer Putzeimer, mittelgroße Schüssel, Staubsauger, Wischmopp, Staubwedel, Wischlappen für Wasser und zum Trockenreiben, diverse Putzmittel wie Essig- und Glasreiniger, Badputzmittel und spezielle Utensilien wie bspw. Lederpflege, Teakholzöl für Außenmöbel etc. Eine jede Hausfrau (natürlich wird der Hausmann mit angesprochen) besitzt ihre Lieblingsprodukte. Damit die Hände nach der Frühlings-Putz-Aktion noch schön aussehen, sind Gummihandschuhe empfehlenswert.
Schritt 1: das große Ausmisten
Jeder Raum wird inspiziert und kritisch betrachtet. Was soll bleiben?

Der
Kleiderschrank wird unter die Lupe genommen. Auf den Boden fünf Blätter
mit folgender Aufschrift legen: „für Altkleidercontainer“, „für
Second-Hand oder Freundin“, „Entsorgung“, „Lieblingsstücke“ und
„ich-weiß-noch-nicht“. Zu guter Letzt können Lavendelsäckchen oder
Mottenkugeln ausgetauscht werden.
Mit den Zeitschriften gibt es nur zwei Stapel: ab in die Tonne und behalten.
Das Bücherregal gehört gründlich gewischt. Also alles ab auf den Boden. Anschließend nur noch die Bücher einräumen, die wirklich liebe Erinnerungsstücke sind oder nicht gelesen.
Das
Kinderzimmer ist die größte Herausforderung. Kinder trennen sich nicht
so gerne von ihren Errungenschaften. Am besten alles auf den Boden legen
und das „Aufräumspiel spielen“. Nur nicht aufgeben. Mit der Zeit
erkennen die Kinder, dass es gut ist sich zu trennen.
Und nun ab in den Keller: Welche Kisten wurden seit Jahren nicht mehr geöffnet? Ggf. ab in den Sperrmüll.
Schritt 2: Fenster und Gardinen
Ein
frisch geputztes Fenster strahlt mit Ihnen um die Wette. Bitte niemals
im grellen Sonnenlicht die Fenster putzen, das gibt garantiert
Schlieren. Empfehlens- und lohnenswert ist ein Fensterreiniger. Er
bereitet Freude und es geht richtig fix von der Hand. Ansonsten wie
gewohnt die Fenster putzen und die Gardinen vorher abhängen. Die Stangen
gleich mit putzen.
Schritt 3: Staub und nass wischen

Schmutz auch aus der hintersten Ecke.
Jetzt
wird alles abgewischt. Und zwar überall, Kamin, Stehlampen, einfach
alles. Die Küchenschränke werden gerne am Schrankende vergessen. Hier
hat sich über dem Jahr Fett mit Staub abgesetzt. Hier kommt der
Staubwedel nicht weit. Hier muss geputzt werden. Die Lampen haben es mal
wieder nötig und die Klingel vor der Haustür nicht vergessen.
Schritt 4: Türen und Leisten
Jetzt
sind alle Türen und Leisten dran. Am Besten in eine Schüssel
Essigwasser geben und alles wischen und trocken reiben samt Türklinken.
Schritt 5: Die Böden
Erst
saugen, dann wischen, ist die Devise. Teppichböden natürlich nur
saugen, Fußböden aus Stein am besten mit Essigreiniger feucht
aufwischen. Laminat und Parkett mit entsprechenden Spezialreinigern. Mit
einem Staubwedel hinter die Heizungen gehen bringt so einiges zu Tage.
Schritt 6: Die Küche
Nun sind die Schränke von außen und innen dran. Gründliches Reinigen aller Küchengeräte. Falls die Küche Kacheln hat, diese bitte nicht vergessen.
Schritt 7: Badezimmer
Einmal
gründlich putzen, bitte! Den Kalk von den Duschköpfen befreien ist mal
wieder notwendig. Die Kacheln an den Wänden nicht vergessen.
Das Ergebnis war jede Arbeit Wert – garantiert!