{"id":3041,"date":"2019-12-16T14:44:18","date_gmt":"2019-12-16T13:44:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/?p=3041"},"modified":"2020-04-06T12:42:04","modified_gmt":"2020-04-06T11:42:04","slug":"datenschutz-im-netz-so-ernst-ist-die-situation-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/datenschutz-im-netz-so-ernst-ist-die-situation-wirklich\/","title":{"rendered":"Datenschutz im Netz \u2013 so ernst ist die Situation wirklich"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Thema Datenschutz im Netz war noch\nnie so aktuell wie heute. Beinahe t\u00e4glich h\u00f6rt man derzeit neue\nMeldungen um Facebook &amp; Co., die ein immer bedr\u00fcckenderes Bild\nrund um das Thema Datenschutz und Privatsph\u00e4re im Internet zeichnen.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Erst k\u00fcrzlich forderte der bekannte <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/edward-snowden-wir-muessen-die-massenhafte-datensammlung-stoppen-a-1286691.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">Ex-CIA-Mitarbeiter und Datensch\u00fctzer Edward Snowden<\/a>, dass die \u201emassenhafte Datensammlung\u201c durch Unternehmen wie Facebook und Google gestoppt werden m\u00fcsse. Im gleichen Zuge betonte er die Wichtigkeit, die Praktiken zur Datensammlung transparenter zu machen, damit Nutzer genau erkennen k\u00f6nnen, welche Informationen \u00fcber sie erfasst und gespeichert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend diese Hoffnung f\u00fcr die\nZukunft sicherlich bleibt, sieht die Lage derzeit nicht gerade rosig\naus. Im Prinzip wei\u00df niemand genau, welche Daten der Nutzer von den\nInternetdiensten gesammelt und ausgewertet werden. Die gro\u00dfen\nKonzerne geloben Besserung, doch der Kern des Problems bleibt\nbestehen: Daten bedeuten Profit, und das ist im Zeitalter der\nInformationen so wahr wie noch nie zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wie schlimm ist die derzeitige\nSituation wirklich? M\u00fcssen sich \u201enormale\u201c B\u00fcrger ernsthaft\nSorgen machen, wenn sie in sozialen Netzwerken Nachrichten schreiben\noder einen pers\u00f6nlichen Assistenten \u00e1 la Google Home verwenden?\nOder sind die vielen Warnungen nichts als Panikmache? Um diese Fragen\nzu beantworten, werfen wir heute einen Blick auf die derzeitige Lage\num Datenschutz im Netz.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Immer mehr pers\u00f6nliche Daten online<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"233\" src=\"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/vpn-tablet.jpg\" alt=\"Mann surft auf Tablet\" class=\"wp-image-3057\" srcset=\"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/vpn-tablet.jpg 350w, https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/vpn-tablet-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption>Mit einer Verbindung \u00fcber einen VPN-Server gibt man keine pers\u00f6nlichen Daten preis.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>So sehr sich die Menschen auch \u00fcber\ndie Praktiken der gro\u00dfen Unternehmen beschweren m\u00f6gen, liegt ein\nTeil des Problems in einer ganz anderen Tatsache begr\u00fcndet: wir\ngeben ganz einfach zu viele Informationen \u00fcber unsere Privatleben im\nInternet preis. Dazu z\u00e4hlen nicht nur Fotos auf Instagram oder\nFacebook, sondern jegliches pers\u00f6nliche Detail, das wir im Internet\nver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher sollten alle Menschen, die sich\nSorgen um ihre Privatsph\u00e4re im Internet machen, zuerst einmal ihre\neigenen Gewohnheiten untersuchen. Wer keine empfindlichen\npers\u00f6nlichen Informationen auf Social Media verschickt, der macht\nschon einmal einen gro\u00dfen Schritt dahin, im Internet ungest\u00f6rt zu\nbleiben. Im Prinzip sollte man jegliche Information auf Social Media\nals \u00f6ffentlich betrachten \u2013 selbst wenn sie in privaten Gruppen\noder Nachrichten gepostet wird. \n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Daten werden von Google und Co. wirklich\nerfasst?<\/h2>\n\n\n\n<p>So wichtig die eigenen Gewohnheiten auf\nSocial Media sein m\u00f6gen, gibt es einige Dinge, die nicht unter der\nKontrolle der Nutzer sind. Man muss kein Konto in einem sozialen\nNetzwerk haben, um zum Opfer der Datensammler zu werden. Eine\neinfache Google-Suche k\u00f6nnte bereits Informationen \u00fcber das eigene\nPrivatleben preisgeben. Wer zum Beispiel im Internet nach einer\nH\u00e4morrhoiden-Salbe sucht, der hofft h\u00f6chstwahrscheinlich darauf,\ndass solche Details vertraulich behandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau hier liegt aber das gro\u00dfe\nProblem: Google ist n\u00e4mlich nicht umsonst zu einem der gr\u00f6\u00dften\nUnternehmen geworden. Auch wenn das Motto des Konzerns bekannterweise\n\u201eDon\u2019t be evil\u201c (Sei nicht b\u00f6sartig) lautet, scheint die\nVerletzung der Privatsph\u00e4re seiner Kunden nicht zu Googles\nwichtigsten Priorit\u00e4ten zu z\u00e4hlen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Diese liegen logischerweise woanders,\nund zwar in den Kontost\u00e4nden der Aktion\u00e4re und Vorstandsmitglieder.\nUm diese so hoch wie m\u00f6glich wachsen zu lassen, verwendet Google\njegliche Daten, die ein Nutzer der vielen Produkte des Unternehmens\nbei der Verwendung von sich preis gibt. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Haben Sie sich zum Beispiel schon einmal gefragt, woher Google Maps eigentlich wei\u00df, wie die Verkehrslage in jeder Stra\u00dfe Ihrer Stadt zu jedem beliebigen Zeitpunkt aussieht? Ganz einfach: das Programm <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000077886432\/datensammelei-wie-viel-google-wirklich-ueber-uns-alle-weiss\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">sammelt die GPS-Daten aller Nutzer<\/a>, um zu ermitteln, wie schnell sich diese gerade fortbewegen. Wenn Sie also das n\u00e4chste Mal gr\u00fcne, orange oder rote Striche auf den Karten sehen, dann blicken Sie im Prinzip auf ein Meer von Smartphones in den Fahrzeugen der Nutzer.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"197\" src=\"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/technology-e1576500049974.jpg\" alt=\"Symbolgrafik VPN\" class=\"wp-image-3053\"\/><figcaption>Wer \u00fcber einen VPN-Server surft, entkommt der\nDaten-Sammelwut im Internet.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In die Erfassung ihrer GPS-Daten\neingestimmt haben dabei nat\u00fcrlich die wenigstens von ihnen. Die\nZustimmung des Nutzers wird bei der Installation von Google Maps oder\ndem Kauf eines neuen Smartphones als vorausgesetzt verstanden. Sie\nk\u00f6nnen sich von dieser Datenerfassung h\u00f6chstens abmelden, indem sie\ndies manuell in den Einstellungen Ihres Google-Kontos erledigen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Die Daten f\u00fcr Google Maps sind dabei\njedoch nur ein winziger Teil dessen, was der Such-Riese \u00fcber seine\nNutzer speichert. Das Kerngesch\u00e4ft von Google ist n\u00e4mlich Werbung,\nund genau hier werden die Daten der Nutzer in bares Geld umgewandelt.\nJede Suchanfrage, ob von Hand getippt oder \u00fcber Google Home\nsprachlich abgeschickt, bildet ein Teil des Profils des Nutzers.\nAnhand dieses Profils erstellt Google anschlie\u00dfend personalisierte\nWerbung, damit jeder Mensch immer genau das angeboten bekommt, was er\nnach Meinung des Unternehmens gerade ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens ist Google nicht das einzige Unternehmen, dass durch derartige Gesch\u00e4ftspraktiken viel Geld verdient. Auch Facebook und andere Dienste sind daf\u00fcr bekannt, die Daten der Nutzer zu Werbezwecken einzusetzen. Ein Detail zu Google d\u00fcrfte Sie aber vielleicht dennoch interessieren: und zwar wurde das ber\u00fchmte Motto des Unternehmens vor einiger Zeit <a href=\"https:\/\/gizmodo.com\/google-removes-nearly-all-mentions-of-dont-be-evil-from-1826153393\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">still und heimlich aus dem Verhaltenskodex entfernt<\/a>. Wie es scheint, ist es mittlerweile nicht mehr so schlimm, zur Erzielung von Profit b\u00f6sartig zu sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tipps, um Ihre Privatsph\u00e4re im Internet zu\nerh\u00f6hen<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer viel im\nInternet surft, der kann sich berechtigterweise Sorgen um seine\nPrivatsph\u00e4re machen. Zum Gl\u00fcck gibt es aber einige Schritte, die\njeder Mensch ergreifen kann, um im Netz sicherer und anonymer zu\nsein. Die wichtigsten davon stellen wir Ihnen nun vor:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Verwenden Sie einen VPN<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die einfachste Methode, um seine Privatsph\u00e4re im Internet zu sch\u00fctzen, ist durch die Verwendung eines VPNs. Diese Abk\u00fcrzung steht f\u00fcr <em>virtuelles privates Netzwerk<\/em>, was in einfachen Worten bedeutet, dass Sie sich nicht direkt mit dem Internet verbinden, sondern \u00fcber den Server des VPN-Anbieters. Die besuchte Webseite sieht also nicht Ihre IP-Adresse als Ursprungspunkt der Anfrage, sondern nur die des VPN-Servers. Sogar noch besser: alle zum Server \u00fcbertragenen Daten werden vom VPN-Anbieter verschl\u00fcsselt. Damit sind Sie durch die Nutzung eines VPNs also gleich doppelt abgesichert. Einen guten und preiswerten VPN findet man auf Vergleichsportalen wie <a href=\"https:\/\/www.vpnwiki.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">VPNwiki<\/a>, das die Features und Preise der einzelnen VPN-Anbieter miteinander vergleicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Verwenden Sie den privaten Modus\nIhres Browsers<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Web-Browser bietet Ihnen\nheutzutage die M\u00f6glichkeit, im privaten Modus zu surfen. Dabei\nwerden keinerlei Cookies oder historische Daten Ihres\nNutzungsverlaufs gespeichert, was einen gro\u00dfen Einfluss auf Ihre\nPrivatsph\u00e4re im Internet hat.  \n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Verwenden Sie eine Firewall und\n\u00fcberlegen Sie sich sichere Passw\u00f6rter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Datenerfassung durch Google\nund Co. gibt es im Internet noch weitaus ernstere Gefahren. Dazu\nz\u00e4hlen zum Beispiel Viren oder sogenannte Keylogger, die Ihre\nPassw\u00f6rter bei der Eingabe erfassen. Um sich vor solchen Programmen\nzu sch\u00fctzen, sollten Sie stets eine aktualisierte Firewall\nverwenden. Zudem sollten Sie schwer zu erratende Passw\u00f6rter w\u00e4hlen,\num es den Hackern so schwer wie m\u00f6glich zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema Datenschutz im Netz war noch nie so aktuell wie heute. 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