{"id":1796,"date":"2018-06-28T12:27:45","date_gmt":"2018-06-28T10:27:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/?p=1796"},"modified":"2018-08-13T14:00:03","modified_gmt":"2018-08-13T12:00:03","slug":"der-garten-weit-mehr-als-eine-grunflache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/der-garten-weit-mehr-als-eine-grunflache\/","title":{"rendered":"Der Garten &#8211; weit mehr als eine &#8222;Gr\u00fcnfl\u00e4che&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Ein Garten kann so vieles sein. F\u00fcr manche ist er gar eine Last, ein Bereich, der regelm\u00e4\u00dfig gepflegt werden muss und viel Zeit beansprucht. Andere wiederum wollen lediglich ein bisschen Gr\u00fcn um sich herum, das schaut sch\u00f6n aus und gibt ein lauschiges Ambiente f\u00fcr gem\u00fctliche Grillabende her. Doch f\u00fcr manch einen ist der Garten t\u00e4gliche Inspiration, ein purer Quell an Lebensfreude, ja sogar Lebensinhalt. Zu den Letzteren geh\u00f6ren auffallend h\u00e4ufig Menschen, die in ihrem Leben kreativ oder k\u00fcnstlerisch t\u00e4tig waren, aber auch Menschen, die mit psychischen Krankheiten zu k\u00e4mpfen haben.<\/p>\n<p>Der Garten ist nicht das Gegenteil von Natur, aber er ist eingeschr\u00e4nkte, geplante und organisierte Natur. Die Aufgabe des G\u00e4rtners liegt darin, den Lauf der Natur zu beeinflussen, das geht manchmal dann explizit gegen die Natur, aber letztendlich doch immer nur mit einem Verst\u00e4ndnis und einem Wissen um nat\u00fcrliches Wachstum. Und dieses Wissen ist so komplex, dass viele passionierte G\u00e4rtner sich einem bestimmten Thema widmen. Da gibt es begabte <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1817\" src=\"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/landscape.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/landscape.jpg 350w, https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/landscape-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/>Rosenz\u00fcchter, Staudenliebhaber, Menschen, die sich besonders gut mit Nutzpflanzen auskennen oder auch wahre Rasen-Fachleute. Um einen besonderen Garten zu haben und zu erhalten, braucht es umfassendes Wissen zu Bodenbeschaffenheiten, Wettereinfl\u00fcssen, Pflanzenstandorten, Z\u00fcchtung, Beschnitt und vieles mehr.<\/p>\n<p>Als besondere Kenner gelten Menschen, die einen Garten schaffen, in dem viele unterschiedliche Pflanzen miteinander harmonieren, also B\u00e4ume und Str\u00e4ucher, Rasen und Bl\u00fchpflanzen, Kr\u00e4uter und Gem\u00fcse, oftmals auch Teichpflanzen, um nur einige zu nennen. Dabei f\u00e4llt auf, dass es oft Menschen aus kreativen Berufen sind, die &#8211; gerade wenn ihre aktive Zeit im Job zu Ende gegangen ist &#8211; sich der Gartengestaltung verschreiben. M\u00f6glicherweise spricht diese Menschen an, dass sich G\u00e4rten langsam entwickeln m\u00fcssen, um ihre ganze Sch\u00f6nheit zu entfalten, dass man in sie seine ganze Lebenserfahrung reinstecken kann. So schaffen diese G\u00e4rtner &#8222;Landschaftsgem\u00e4lde&#8220;, aber nicht, indem sie alles alleine kreieren, sondern indem sie mit der Natur gemeinsam gestalten. Vielleicht ist das einfach eine andere Art seine bisherigen k\u00fcnstlerischen F\u00e4higkeiten in einem anderen Umfeld auszuleben.<\/p>\n<p>Doch nicht nur Kreativk\u00f6pfe gehen gerne v\u00f6llig in der Gartenarbeit auf, auch Menschen mit psychischen Problemen finden im Garten oft ihre Erf\u00fcllung. Dass G\u00e4rtnern der Psyche gut tut, hat man schon im ausgehenden 19. Jahrhundert entdeckt, als man Schreberg\u00e4rten anlegte, um psychisch Kranken, aber auch Arbeitslosen und einfachen Arbeitern die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffenet, sich in Kleing\u00e4rten zu bet\u00e4tigen. Die Idee dahinter war, dass man gerade St\u00e4dtern, die keinen einfachen Zugang zur Natur hatten, durch die Gartenarbeit einerseits ein gesundes, ruhiges Umfeld bieten wollte, das sie andererseits aber auch anregte, sich um die Pflanzen zu k\u00fcmmern und Resultate aus ihrer Arbeit sehen zu k\u00f6nnen. Gerade heute, da viele mit beruflichem und digitalem Stress belastet sind, kann ein Garten ein Gegengewicht darstellen, ein Ort, an dem Dinge Zeit und Zuwendung brauchen, um zu gedeihen.<\/p>\n<p>Beim Thema G\u00e4rten kommt man zu guter Letzt um eine weitere Personengruppe nicht herum: die Briten! Wie kommt es, dass sich nirgendwo auf der Welt Menschen so hingebungsvoll ihren G\u00e4rten widmen wie im K\u00f6nigreich? Das hat wohl zum einen mit dem relativ milden Klima dort zu tun, das ideale Wachstumsbedingungen f\u00fcr die Pflanzenwelt bietet. Zum anderen hat die Kolonialzeit den Briten viele neue Pflanzen aus \u00dcbersee gebracht, die dann erstaunlich gut auch in heimischen Gefilden gediehen. Der britische Adel stellte zudem gerne seine aufs feinste gepflegten G\u00e4rten zur Schau. Somit bleibt das Vereinigte K\u00f6nigreich bis heute f\u00fcr viele ein wichtiges Vorbild wenn es um die Gestaltung und Pflege des Gartens geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fotos: Pixabay<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Garten kann so vieles sein. 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