{"id":131,"date":"2015-09-18T10:20:26","date_gmt":"2015-09-18T09:20:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/?p=131"},"modified":"2023-07-13T12:38:04","modified_gmt":"2023-07-13T11:38:04","slug":"vier-von-zehn-deutschen-wurden-selbstfahrendes-auto-kaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/vier-von-zehn-deutschen-wurden-selbstfahrendes-auto-kaufen\/","title":{"rendered":"Vier von zehn Deutschen w\u00fcrden selbstfahrendes Auto kaufen"},"content":{"rendered":"<p><em>Berlin, 16.09.2015<\/em> &#8211; Rund vier von zehn Deutschen (37 Prozent) sagen heute bereits, sie w\u00fcrden ein selbstfahrendes Auto kaufen. Das ist das Ergebnis einer repr\u00e4sentativen Umfrage, die der Digitalverband Bitkom heute auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt\/Main pr\u00e4sentiert hat. Befragt wurden 1.010 Bundesb\u00fcrger ab 18 Jahren, darunter 773 Autofahrer. Dabei erkl\u00e4ren 30 Prozent der Befragten, dass sie ein selbstfahrendes Auto nur kaufen w\u00fcrden, wenn dieses etwa genauso viel kostet wie ein herk\u00f6mmliches Auto. 7 Prozent w\u00fcrden deutlich mehr zahlen als f\u00fcr ein herk\u00f6mmliches Auto. 41 Prozent der Befragten sprechen sich zudem daf\u00fcr aus, dass selbstfahrende Autos in Deutschland bald zugelassen werden. \u201eDas Interesse der Bev\u00f6lkerung am autonomen Fahren ist bereits in diesem fr\u00fchen Stadium gro\u00df\u201c, sagte Dr. Hermann Rodler, Mitglied des Bitkom-Pr\u00e4sidiums. \u201eDas gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass es derzeit noch keine Fahrzeuge dieser Art zu kaufen gibt und dass es sehr viel Vertrauen in die Technik erfordert, die H\u00e4nde vom Lenkrad zu nehmen.\u201c<\/p>\n<p>Die Automobilbranche wird derzeit durch die Digitalisierung von Grund auf ver\u00e4ndert. \u201eAus Fahrzeugen werden rollende Rechenzenten\u201c, so Rodler. Diese k\u00f6nnten beispielsweise mit dem Smartphone aufgeschlossen werden und w\u00fcrden mit dem vernetzten Zuhause des Besitzers kommunizieren. \u201eDer Pkw und der Lkw von morgen sind so intelligent, dass sie selbstst\u00e4ndig mit Hilfe von Laserscannern, Minicomputern und Kameras durch den Verkehr navigieren. Dadurch wird das Autofahren so sicher, so effizient und so ressourcenschonend wie nie zuvor.\u201c<\/p>\n<p>Fast drei Viertel der Autofahrer (73 Prozent) w\u00e4ren grunds\u00e4tzlich bereit, dem Auto in bestimmten Situationen die Kontrolle zu \u00fcberlassen. Dabei ist die Bereitschaft in relativ ungef\u00e4hrlichen Momenten erwartungsgem\u00e4\u00df am gr\u00f6\u00dften. 63 Prozent k\u00f6nnen sich vorstellen, ihr Auto automatisch in die Parkl\u00fccke man\u00f6vrieren zu lassen. 45 Prozent w\u00fcrden gerne im Autobahnstau auf Autopilot schalten. Immerhin 15 Prozent w\u00fcrde sogar im flie\u00dfenden Verkehr auf der Autobahn und 9 Prozent im Stadtverkehr die Kontrolle an die Technik abgeben. 7 Prozent k\u00f6nnen sich das uneingeschr\u00e4nkt, also w\u00e4hrend der gesamten Fahrt auf allen Stra\u00dfen, vorstellen. \u201eEs ist absehbar, dass diese Werte schnell steigen, wenn die Autofahrer die Erfahrung machen, dass sie der Technik vertrauen k\u00f6nnen\u201c, sagte Rodler.<\/p>\n<p>F\u00fcr das autonome bzw. hochautomatisierte Fahren spricht aus Sicht der Befragten vor allem, dass<\/p>\n<figure id=\"attachment_134\" aria-describedby=\"caption-attachment-134\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-134\" src=\"http:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/image001-300x167.jpg\" alt=\"Statistik zu selbstfahrenden Autos\" width=\"300\" height=\"167\" srcset=\"https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/image001-300x167.jpg 300w, https:\/\/www.topblogs.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/image001.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-134\" class=\"wp-caption-text\">Die Statistik der BITKOM<\/figcaption><\/figure>\n<p>dadurch ein besserer Verkehrsfluss m\u00f6glich wird. 36 Prozent der Befragten geben dies als Argument an. \u201eDas Auto von morgen ist eingebunden in intelligente Verkehrsnetze, das hei\u00dft, es kommuniziert mit der Infrastruktur und mit anderen Autos. Dadurch k\u00f6nnen zum Beispiel weitaus mehr Fahrzeuge als bisher in einer Gr\u00fcnphase eine Ampel passieren, was Staus vermeiden hilft\u201c, so Rodler. 30 Prozent versprechen sich vom intelligenten Auto einen geringeren Verbrauch. 28 Prozent sind der Ansicht, dass das Autofahren dadurch sicherer wird. \u201eDas selbstfahrende Auto hat keine Schrecksekunde. Es l\u00e4sst sich auch nicht von den Kindern auf der R\u00fcckbank ablenken. Und es steht garantiert nie unter Alkoholeinfluss\u201c, so Rodler. \u201eDurch die Einbindung in intelligente Verkehrsnetze wird das vernetzte Auto zudem in Echtzeit gewarnt, wenn eine Gefahr droht.\u201c<\/p>\n<p>Damit intelligente Autos mit der Infrastruktur kommunizieren k\u00f6nnen, muss diese aufger\u00fcstet werden. 84 Prozent der Befragten wollen, dass Bund, L\u00e4nder und Kommunen st\u00e4rker in intelligente Verkehrssysteme investieren. Dabei sagen 55 Prozent, dass das Geld aus Lkw-Mautgeb\u00fchren kommen soll. 47 Prozent k\u00f6nnen sich auch vorstellen, dass daf\u00fcr Steuermittel bereitgestellt werden. 22 Prozent sprechen sich daf\u00fcr aus, dass das Geld aus der Pkw-Maut kommt. Nur 11 Prozent sind gegen Investitionen in intelligente Verkehrssysteme.<\/p>\n<p>Mit der zunehmenden Digitalisierung des Autos ver\u00e4ndern sich auch die Kriterien, die Verbraucher beim Autokauf anlegen. Dabei zeigt die Umfrage, dass die Smartphone-Integration zum Muss wird. 85 Prozent der Deutschen werden in zehn Jahren beim Autokauf verst\u00e4rkt darauf achten, dass die Benutzeroberfl\u00e4che im Cockpit mit den g\u00e4ngigen Smartphone-Betriebssystemen kompatibel ist. So kann etwa die Routenplanung, die man zu Hause auf dem Smartphone gemacht hat, problemlos beim Einsteigen ins Fahrzeug \u00fcbernommen werden. 82 Prozent erwarten, dass ihnen Umwelteigenschaften wie Verbrauch und Abgaswerte wichtiger werden. 81 Prozent werden gesteigerten Wert darauf legen, dass das Auto neue Fahrerassistenzsysteme wie die Einparkhilfe oder den Stauassistenten hat. F\u00fcr 81 Prozent der Verbraucher wird zudem ein vernetztes Entertainmentsystem in zehn Jahren beim Autokauf wichtiger.<\/p>\n<p>Die technologische Entwicklung rund um das vernetzte und autonome Fahren ist laut Bitkom bereits weit fortgeschritten. Offen sind dagegen noch viele rechtliche Fragen \u2013 etwa zum Datenschutz, zur Haftung und zur Zulassung. Dies treibt auch die Verbraucher um, wie die Umfrage zeigt. So fordern beispielsweise 86 Prozent der Befragten, dass die Politik offene Haftungsfragen kl\u00e4rt. \u201eDie Politik muss jetzt einen Gang hochschalten und die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Mobilit\u00e4t von morgen schaffen\u201c, so Rodler.<\/p>\n<p>Was den Umgang mit den Daten aus dem vernetzten Auto angeht, sind die Verbraucher schon in vielen F\u00e4llen prinzipiell aufgeschlossen, fordern aber Transparenz und Kontrollm\u00f6glichkeiten. Ein Drittel der Befragten (34 Prozent) w\u00e4re grunds\u00e4tzlich damit einverstanden, dass Daten zu Fahrzeug, Fahrverhalten und Standort gesammelt und weiterverarbeitet werden. Noch h\u00f6her ist die Zustimmung zu der zweckgebundenen Speicherung und Verarbeitung dieser Daten. 83 Prozent w\u00e4ren damit einverstanden, dass sie tempor\u00e4r gespeichert und auf richterlichen Beschluss bereitgestellt werden, wenn damit Verbrechen aufgekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. 80 Prozent w\u00fcrden dem zustimmen, wenn damit Unf\u00e4lle aufgekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zugleich sagen 98 Prozent, dass sie jederzeit die M\u00f6glichkeit haben wollen, all ihre Daten einzusehen. 97 Prozent wollen die Datenweitergabe in ihrem Fahrzeug jederzeit stoppen k\u00f6nnen. 89 Prozent fordern, dass Autohersteller und Mobilit\u00e4tsanbieter offen legen, wie sie mit den gesammelten Daten ihrer Kunden umgehen wollen. \u201eDaten sind der Treibstoff der vernetzten Mobilit\u00e4t. Nur mit Daten k\u00f6nnen wir die Chancen der vernetzten Mobilit\u00e4t nutzen\u201c, sagte Rodler. \u201eDeshalb brauchen wir jetzt eine sachliche und offene Debatte \u00fcber dieses Thema.\u201c<\/p>\n<p>Die Mobilit\u00e4t der Zukunft ist auch ein Schwerpunkt der hub conference, die der Bitkom am 10. Dezember 2015 in Berlin veranstaltet. Weitere Informationen und Anmeldung: <a href=\"https:\/\/www.hub.berlin\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.hub.berlin<\/a><\/p>\n<p>Quelle Text und Bild:<\/p>\n<p><strong>BITKOM &#8211; Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.<\/strong><br \/>\nAlbrechtstra\u00dfe 10<br \/>\nD-10117 Berlin<br \/>\n+49 (30) 27576-0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 16.09.2015 &#8211; Rund vier von zehn Deutschen (37 Prozent) sagen heute bereits, sie w\u00fcrden ein selbstfahrendes Auto kaufen. 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