Letzter Reset: 20.09.2017, 10:42
Naechster Reset: 27.09.2017, 10:42

23.714 Blogs online
5 Blogs wartend
14 Besucher online

T-Shirt-Druck

Früher musste man seine T-Shirts selber bedrucken, weil es keine anderen Alternativen gab. In den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts probierte man es mit Kartoffel- oder Linolschnitt (Linoldruck). Das Erstere eignete sich für Kinder-T-Shirts. Das Letztgenannte konnte man bei künstlerischem Talent sogar bis zur Profireife bringen. In Hunderten von Familien wurde seinerzeit gebatikt. Manche Menschen begnügten sich damit, mit Gummibändern Teile des Shirts abzubinden und dann das Shirt in Batik-Farbe zu tauchen. So konnte man interessante Muster erzeugen. Die Farbreste wusch man einfach aus. Wo Gummibänder gesessen hatten, blieb das Gewebe ungefärbt. Unter Hippies waren solche Shirts beliebt. Andere Zeitgenossen brachten sich traditionelle Batikstempel aus dem Bali-Urlaub mit. Solche Stempel können Sie heutzutage auch noch bequem bei Stempelshops wie www.stempelservice.de online gestalten. Alternativ konnte man eine Zeichnung anlegen und diese mit heißem Wachs auf das T-Shirt übertragen. Das war - je nach Komplexität des gewünschten Motivs - eine langwierige und mühsame Angelegenheit. Aber sie lohnte sich am Ende. Solche Batikmotive machten jedes Shirt zu einem künstlerischen Unikat. Außerdem hielt sich die Batikfarbe lange im Stoff.



Selbst machen ist nicht immer sinnvoll

Modernere Print-Methoden transferieren ein Motiv per Thermotransfer und Bügeleisen von einem Inkjet-Papier. Das ist aber eine im Ergebnis selten zufriedenstellende Angelegenheit. Den sogenannten "Foliendruck" könnte man mit Avery-Zweckform-Produkten testen. Die Textfolien kann man mit einem entsprechenden Design-Programm am PC gestalten, mit dem hauseigenen Inkjet-Drucker ausdrucken und anschließend auf sein T-Shirt aufbügeln. Der Nachteil ist, dass diese Shirt-Drucke nur bis 30 Grad maschinenwaschbar sind.

Zufriedenstellender wäre das Ergebnis mit einem Farblaserdrucker und einer Thermotransfer-Presse gewesen - aber wer hat die schon Zuhause herumstehen? Flex- oder Flockfolien kann man im Fachhandel erwerben - aber auch hier werden ein Plotter und eine Thermotransfer-Presse benötigt. Die Frage ist, ob die Investition in teure Technologie lohnt.

Wer in einem Szeneviertel einen kleinen Modeladen mit T-Shirt Unikaten aufmachen möchte, investiert sicher sinnvoll in solche Technologien. Für alle anderen lohnt es sich aber nicht. Wer versucht, ein mit Druckerfarbe gedrucktes Bild - beispielsweise einen Zeitungsausriss oder eine Seite aus einem Magazin - durch Nitroverdünnung und Reiben auf einen T-Shirt-Stoff zu übertragen, kassiert als Minimum heftige Kopfschmerzen, als Maximum eine Lösungsmittel-Vergiftung. Bei regelmäßiger Anwendung drohen Lösemittelsucht oder chronische Chemikaliensensibilität. Im schlimmsten Falle löst man eine Explosion in unbelüfteten Räumen aus.

Künstlernaturen können T-Shirts mit dem Siebdruckverfahren bedrucken. Für einzelne Shirts ist dieses Verfahren eine etwas aufwendige Angelegenheit, aber dank der Qualität des Ergebnisses durchaus eine erwägenswerte. Vor allem beim Druck mehrerer Shirts. Gute Ergebnisse erzielt man als Anfänger mit weißen oder hellgrundigen T-Shirts. Als Zubehör für das Drucken werden ein Siebdruckrahmen und ein für Textildrucke geeignetes Sieb benötigt. Nicht alle Siebe sind dafür geeignet. Außerdem benötigt man einen Rakel, Siebdruckfarben und eine Fotoemulsion. Das benutzte Gewebe definiert, welche Siebdruck-Ausrüstung und Druckfarbe man kaufen muss. Dazu benötigt man einige Erfahrung mit dem Siebdruck oder eine gute Beratung in einem Fachgeschäft für Künstlerbedarf. Der gute alte Linolschnitt oder der Holzschnitt - beide eignen sich bei künstlerischer Begabung auch heute für den unkomplizierten T-Shirtdruck. Man kann von einer Druckplatte mehrere Abdrücke herstellen. Diese fallen aufgrund unterschiedlichen Pressdrucks oder dünner verteilter Farbe unterschiedlich aus. Entscheidend ist aber die aufgebrachte Farbe. Sie muss von hoher Qualität und lichtecht sein. Der Nachteil ist, dass Linolfarbe erst längere Zeit durchtrocknen muss, bevor man sie waschen kann.

Hinweis: Blogs aus dem handwerklichen Bereich findet Ihr hier.

Die simple Alternative: Das T-Shirt bedrucken lassen

Viel einfacher ist es heutzutage, sein eigenes Shirtmotiv von Profis drucken zu lassen. Diese haben jedes gewünschte Equipment. Druckereien können das gewünschte Motiv einmal oder beliebig viele Male in überzeugender Qualität umsetzen. Man kann alle notwendigen Designtools auf der Webseite des Online-Druckbetriebes nutzen, um sein eigenes T-Shirt selbst zu gestalten. Alternativ dazu kann man ein bereits fertig designtes Motiv vom PC hochladen. Dazu müssen nur formale Vorgaben wie die erforderliche Pixelzahl oder Bildgröße beachtet werden. Wer bereits einmal die Angebote und Tools verschiedener Druckbetriebe verglichen hat, kennt die Namen, die man immer wieder hört. Zu den Bekanntesten zählen

  • bandyshirt.com
  • spreadshirts.de
  • shirtinator.de
  • shirtlabor.de
  • printplanet.de
  • oder shirtalarm.com

Viele Menschen haben bereits Erfahrungen mit dem einen oder anderen Betrieb und dessen Serviceleistungen, Preisen oder Sonderangeboten machen können. Die bekannteste Textildruckerei oder die, die am weitesten oben in Google zu finden ist, muss nicht unbedingt die Beste für Dein Projekt sein. Vergleiche lohnen sich. Wer nicht die übliche Shirt-Massenware tragen möchte, schafft sich sein Kultmotiv einfach selbst - und zwar zu bezahlbaren Preisen. Bei Anbietern wie Bandyshirts stehen bis zu 30 Shirtfarben und diverse T-Shirtmodelle zur Verfügung. Davon abgesehen kann man im Kleidungsbereich auch Sweatshirts, Polos, Jacken, Taschen, Caps oder Hoodies bedrucken lassen. Bei Problemen steht eine Service-Hotline zur Verfügung. Die Preise und Lieferbedingungen sind in der Regel transparent, das Online-Tool mit dem man T-Shirts selbst gestalten kann ist leicht bedienbar. Man muss kein Computercrack sein, um damit umgehen zu können.

T-Shirt-Druck mithilfe von Profis ist kinderleicht. Heutzutage bietet auch jeder zweite Copy-Shop in Deiner Region solche Drucke an. Oft ist aber die Qualität nicht so überzeugend. Beispielsweise möchtest Du nicht unbedingt einen penetranten Lösungsmittelduft hinter Dir herziehen oder legst auf ein T-Shirt aus ungebleichter Bio-Baumwolle Wert. Die Druckqualität ist auch nicht bei allen Versendern gleich gut. Mancher hat schon erlebt, dass das neue T-Shirt nach nur einer Wäsche aussah, als wäre es monatelang in der Sonne ausgebleicht.



Page generated in 0.0631 seconds & 11 queries. Server Load: 0.33